INSEK 2035

INSEK - Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept

Über das INSEK

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) ist ein strategisches Planungsinstrument für Städte. Man kann es sich wie ein „Dachkonzept“ vorstellen, das den Fachplanungen der Kommune übergeordnet ist und die wesentlichen Entwicklungsziele der Stadt für die nächsten 10 bis 15 Jahre festlegt. Ein INSEK ist außerdem auch die Voraussetzung für die Beantragung von Fördermitteln, mit Hilfe derer viele Maßnahmen leichter umgesetzt werden können.

„Integriert“ heißt es deshalb, weil das INSEK u.a. Fachwissen, Akteure und Planungsprozesse zusammenführt. Es vereint die Aussagen von Fachgutachten, stimmt Planungen unterschiedlicher Maßstabsebenen aufeinander ab bezieht und alle relevanten Akteure ein. Darüber hinaus strukturiert es nachfolgende Planungsverfahren und trägt Finanzierungsmöglichkeiten für Zentrale Vorhaben der Stadt zusammen.

Wie viele andere Städte muss Potsdam in den kommenden Jahren vielfältige Herausforderungen bewältigen, die ein koordiniertes und gemeinsames Handeln von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft erfordern. Damit das gelingt, leistet das INSEK u.a. Folgendes:

  • Zusammenführung der Kernaussagen von weit über 50 Fachgutachten
  • Aufdeckung von Zielkonflikten und Synergien
  • Entwicklung einer gemeinsamen Vision davon, wo Potsdam im Jahr 2035 stehen will
  • Herausarbeitung der wichtigsten Ziele und Vorhaben sowie Benennung von Arbeitsschritten und Prioritäten
  • Entwicklung einer Strategie für die erfolgreiche Umsetzung

Für die Umsetzbarkeit von Maßnahmen hat das INSEK Potsdam 2035 ebenfalls eine hohe Bedeutung, da es Voraussetzung für die Einwerbung von Fördermitteln ist. Nach Beschluss wird es das INSEK von 2007 ablösen, das mittlerweile aufgrund unterschiedlichster Entwicklungen der letzten Jahre überholt ist.

Mit der Erarbeitung des INSEK Potsdam 2035 hat die Landeshauptstadt Potsdam das Büro BPW Stadtplanung aus Bremen beauftragt. In verschiedenen Terminformaten werden während des Verfahrens gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft Inhalte für das INSEK zusammengetragen, diskutiert und überprüft. Auch mit umliegenden Landkreisen und Kommunen werden Zwischenstände im Rahmen von Regionalgesprächen abgestimmt. Sobald ein fortgeschrittener Planungsstand vorliegt, folgen Gespräche mit Experten aus dem Klimarat und dem Bündnis für Wohnen sowie eine Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange (TÖB).

Das INSEK wird Schwerpunkte für die Potsdamer Stadtentwicklung der nächsten 15 Jahre formulieren. Diese teilen sich auf in thematische Schwerpunkte, die sogenannten Aktionsfelder, und in räumlich bezogene Ziele und Vorhaben. Hierfür gibt es zwei Betrachtungsebenen: Das räumliche Leitbild, das sich auf die gesamte Stadt bezieht, sowie die Entwicklungsplanungen für vier Vertiefungsbereiche.

Detaillierte Informationen hierzu finde Sie auf www.potsdam.de/INSEK

Ein erster wichtiger Schritt ist eine bessere Verständigung aller Beteiligten auf gemeinsame Ziele der Stadtentwicklung Potsdam für die nächsten Jahre. Das INSEK kann dazu verhelfen, dass der Blick für das „große Ganze“ geschärft wird, und dass alle Akteure der Stadtgesellschaft bei der Arbeit an langfristig relevanten Aufgaben an einem Strang ziehen. Hierzu kann auch die Umsetzungsstrategie des INSEK beitragen. Mit Hilfe des INSEK ist außerdem der Zugang zu Fördermitteln möglich, sodass Vorhaben leichter finanziert werden können.

Da das INSEK überwiegend mittel- bis langfristige Ziele definiert, brauchen alle Beteiligten oft viel Geduld. Das INSEK definiert überwiegend langfristige Ziele. Ein Großteil der darin enthaltenen Vorhaben bezieht sich auf einen Planungshorizont von etwa 10-15 Jahren. Es gibt jedoch auch Aufgaben (wie z.B. den Ausbau des Tramnetzes bis an den Berliner Außenring), deren vollständige Realisierung sich aufgrund sehr aufwendiger Planungsverfahren weit in die Zukunft erstrecken wird. Genau darum ist es so wichtig, diese Prozesse heute anzustoßen.

Übergeordnetes Ziel des INSEK ist es, die Lebensqualität für alle Potsdamerinnen und Potsdamer zu verbessern und nachhaltig zu sichern. Dadurch, dass es alle stadtrelevanten Themen, aber auch die Stadt- und Ortsteile im Zusammenhang betrachtet, schafft es die Grundlage für eine behutsame Weiterentwicklung Potsdams an der alle gleichermaßen teilhaben.

Die Bearbeitung gliedert sich in vier Phasen:

  • Evaluation und Bestandsanalyse
  • Leitbild und Entwicklungsziele
  • Vertiefungsbereiche und Umsetzungsstrategie
  • Erfolgskontrolle und Ergebnisdarstellung

In allen Bearbeitungsphasen werden Akteure aus Verwaltung, Politik, städtischen Unternehmen, Beiräten und Zivilgesellschaft an dem Prozess beteiligt.

  • Evaluierung des Umsetzungsstand des INSEK 2007
  • Bestandsanalyse: Auswertung von Fachgutachten bzw. -planungen und weiteren relevanten Planungsgrundlagen, Durchführung von Ortsbegehungen
  • Ableitung der Aktionsfelder aus dem Leitbild 2016 und den gesamtstädtischen Zielen 2018
  • Erster Entwurf des räumlichen Leitbilds
  • Formulierung von Kernaufgaben für die Vertiefungsbereiche
  • Auftaktforum am 16.09.2019, Jugendworkshop am 24.02.2020, Planungswerkstätten am 05. & 06.03.2020
  • Abstimmungen Projektgruppe, Lenkungsgremium, Durchführung eines Regionalgesprächs

 

 

Ausführliche Informationen zu Aufgabe und Inhalten des INSEK sowie zum bisherigen Verfahren finden Sie unter:

www.potsdam.de/INSEK

Über die Beteiligung

Beteiligung ist eine grundsätzliche Anforderung bei der Erarbeitung von Integrierten Stadtentwicklungskonzepten. Ziele der Beteiligung am INSEK 2035 sind unter anderem:

  • Information der Öffentlichkeit und Herstellung von Transparenz
  • Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am INSEK-Verfahren
  • Ergänzung der fachlichen Einschätzung um Handlungserfordernisse aus Sicht der Bevölkerung und um deren genaue Ortskenntnisse
  • Stimmungsbild zu Zielaussagen
  • Sammlung weiterer Ideen und Konkretisierung der Planungen
  • Förderung bürgerlichen Engagements

Die Beteiligung am INSEK-Verfahren folgt den Beteiligungsgrundsätzen der Landeshauptstadt Potsdam.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: Bürgerbeteiligung Potsdam

  • Auftaktforum am 16.09.2019
  • Jugendworkshop am 24.02.2020
  • Planungswerkstatt Golm – Eiche – Bornim – Bornstedt am 05.03.2020
  • Planungswerkstatt Marquardt – Fahrland – Krampnitz am 06.03.2020

Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Online-Beteiligung dokumentiert und voraussichtlich ab Ende Oktober auf www.potsdam.de/INSEK veröffentlicht.

Im weiteren Verfahren werden diese weiter ausgewertet und bei der Erstellung des Konzepts berücksichtigt.

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus wurden die für den 17. und 18. März 2020 geplanten Termine abgesagt (Orte: Potsdam West - Templiner Vorstadt / Beiderseits der Nuthe).
Daher wurden diese nun als Online-Formate nachgeholt.